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Wunschzettel für Online Marketing Verantwortliche

Ich habe die Ehre und das Vergnügen, ein paar kleine und ein paar große Unternehmen im Bereich Online Marketing und Business Intelligence strategisch zu beraten und zu begleiten. In einem dieser Unternehmen bekam ich vor kurzem die Chance etwas zu tun, von dem letztlich jeder Verantwortliche träumt:

Die ideale Online Marketing Welt

Um das nicht falsch wiederzugeben. Das Unternehmen besteht schon, hat auch einige Mitarbeiter im Bereich online Marketing, hat aber gemerkt, was ja inzwischen einige Unternehmen feststellen:

Online ist der wichtigste Kanal das Unternehmen ist aber nicht konsequent danach ausgerichtet.

Adwords für Profis

Refined Labs, die Firma von Thomas Bindl, veranstaltet ein Adwords Seminar. Das ist insoweit spannend, weil wir hier nicht über ein Seminar im Stile von “wie sie die ersten 50 Euros ausgeben” reden, sondern ein Seminar von Profis für Profis.

Hier geht es zur Info Seite vom Refined Ads Advanced AdWords Seminar

Mit Sicherheit wird es teilweise auch um sein Tool RefinedAds gehen, aber was ich von dem Referenten gesehen habe, wird das spannend. Mir wurde sogar persönlich versprochen, dass sich der Tag fachlich in jedem Falle lohnt. Nachdem ich bekanntermaßen neugierig und nachtragend sein kann ein gutes Gedächtnis habe , und Thomas das weiß, bin ich sehr gespannt.

Was ist eigentlich Post-View, View-Through, Post-Impression etc.?

Zuerst einmal etwas Geschichtsunterricht:

1994 Der erste Banner erscheint auf hotwired.com am 25.10.1994. AT&T wirbt mit: “Have you ever clicked your mouse right HERE? You will.”
atat

1995 Kommerzielle Online Medien enstehen als Ableger von Print und TV Medien. Deshalb verkaufen sie primär nach Modellen, die sie aus ihrer eigenen Historie und der ihrer Kunden kennen: Kontakte in der Währung TKP (Tausend Kontakt Preis). In Print und TV sind diese Kontakte leider nur über Marktforschung und Schätzungen zurückberechnet.

1996 Im Online Vertriebskanal entstand mit dem Amazon Affiliate Programm eine Vergütungsform, die mehr der Logik der Online-Händler enstprach: PPS (Pay per Sale).

High Speed Websites

Ich habe mich in letzter Zeit immer häufiger mit einem technischen Teil von Usability näher beschäftigt,
nämlich dem Thema Website Performance.

Offensichtlich hat die Bedeutung gefühlter Geschwindigkeit abgenommen, wo doch alle Nutzer schnelle Leitungen haben. Alle Nutzer? Definitiv nicht.

Und es geht auch nicht um Rechner-Geschwindigkeit, obwohl die einen Einfluss hat. Es geht vielmehr um

subjektive Geschwindigkeit

Also die Geschwindigkeit, die dem User Spaß macht, einen weiteren Klick zu tun, weil er weiß, er muss nicht warten.

Aktuelle Messungen zeigen:
500 ms langsamer: 20% Traffic Drop (Google)
100 ms langsamer: 1% Sales Drop (Amazon)

Die beste Landingpage der Welt

und was man von ihr lernen kann, nämlich die Top 10 Punkte für eine gute Landigpage

Warum ist sie die beste Landing Page?
- seit Ende der 90er praktisch unverändert,
- dafür von immer mehr Mitarbeitern laufend getestet und optimiert wird
- einen Milliarden Unternehmenswert geschaffen hat
- in x Ländern und y Sprachen wiedererkannt wird
- in Kombination mit den Folge-Seiten den Nutzer so stark bindet, dass sie freiwillig
- Startseite, also die “Mutter” aller Landing Pages, oder zumindest häufig
- als Bookmark gespeichert wird.

Diese Kriterien sollten sie zur Beurteilung ihrer Landing Pages auch anlegen.

Wie man einfach an die Conversions der Konkurrenz kommt

Auf der SMX München habe ich ja einen Vortrag zum Thema Konkurrenzbeobachtung gehalten. Ich habe viel Feedback auf meinen Quick Win-Vorschlag erhalten, die Daten der Affiliate Netzwerke zur Konkurrenz-Beobachtung zu nutzen.

Deswegen hier nochmal ausführlich, um was es dabei geht.

Alle E-Commerce Angebote basieren im Konkurrenzumfeld auf wenigen Key Performance Indikatoren.

Average DB per Sale
Click2Sale Conversion (C2S) =Sales / Clicks
Customer Lifetime Value = Earnings per unique Customer

Ein Shop kann also bei einer Conversion von 10% und einem Average DB von 100 € bis zu 10 € pro Klick zahlen. Bei vergleichbaren Shops sind natürlich die Conversion und der Average Sale zwei sehr relevante Größen, weil man in Verbindung mit den eigenen Daten natürlich zwei Dinge wissen kann:

Landing Page Optimierung für umsonst

Auf der Pubcon hat der Product Manager für den Google Website Optimizer die sehr interessante Geschichte der Picasa Landing Page erzählt:

Das Marketing sagt: Da muss noch eine grüne Linie hin, wegen unserem Corporate Design
Der Vertrieb sagt: Da muss das Wort “kostenlos” rein, sonst wird es nicht herunter geladen
Die Redaktion sagt: Da muss noch ein tolles Foto rein, sonst weiss man ja nicht, um was es geht.

Nachdem sie eine multivariate Analyse gestartet hatten, war das gesammelte Wissen aller Beteiligter widerlegt.
Frei nach dem Ober Data-Miner von Amazon.com: Wir können es nicht wissen – wir können es nur messen.

PubCon Recap: Video, Video, Video

Interessanterweise laufen solche Veranstaltungen nie so, wie man sie sich vorher vorgestellt hat. Es sind überraschenderweise doch wenige Leute aus Deutschland hier, im Vorfeld klang es nach mehr.

Zwischenfazit: Alles dreht sich in Search um Video-Content
Wer hätte das gedacht?

Richard Rosenblatt, Co-Founder, Chairman and CEO, Demand Media hat in seiner Keynote verblüffende Einsichten über das neue Massenmedium präsentiert und ein Motto ausgegeben, dass man eigentlich 2002 nur von Spammern oder 2006 vom aufkeimenden Rputation Management kannte: Versuchen Sie nicht, den ersten Platz bei Google zu besetzen, sondern die ganze erste Seite. Die ganzen SMO-Themen sind schon alte Hüte, wenn man sich das Einstreuen von Rich Content in die Universal Search Suchergebnisse anschaut und deren Einfluß auf Blickverlaufkurven und Clickraten. Das Bewegtbild kommt in der Suche an. Gerade im Long Tail bieten sich interessante Geschäftsmodelle wie z.B. ehow.com.

Aktueller Stand des generisches Tracking Systems

nach mehreren Gesprächen stellt sich nun folgende Logik heraus
(Danke für den Input von vielen Seiten)

Der Tracking Code hat vier Bereiche:

1. Goal
Warum wird die Maßnahme gemacht? Was ist das messbare Ziel? Was ist das Erreichen des Ziels wert?
- Target (Ziel der Maßnahme)

2. User Segmentation:
Darunter fassen sich alle eigenschaften des Users zusammen, die das System ihm zuweisen kann.
Es gibt globale und lokale Eigenschaften, also Eigenschaften, die der User immer oder übergreifend hat und solche, die er nur in verbindung mit dieser Kampagne hat.

Generische Tracking Code Logik gesucht

Ich schreibe gerade an einem ein Paper, das eine generische und erweiterbare Tracking Code Logik darstellen soll. Kennt jemand Quellen zu dem Thema?

Ausgangslage:

Ich habe ein bestimmtes Ziel (=Target z.B. E-Mail Lead Generierung). Also plane ich Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.
z.B. setze ich Traffic-Partner auf dieses Ziel an. Jetzt wollen beide Partner ihre Aktivitäten optimieren. Und ich will natürlich wissen, was
a. der beste Pfad ist, und
b. welcher Traffic-Kanal skalierbar ist.
c. etc.

Das Target sollte soweit vorne wie möglich auf der Website liegen (z.B new unique Visitors), wenn ich externen Traffic verwende, weil alle dahinterliegenden Targets in dieser Grundlogik eine neue (interne) Kampagne als Zuführung haben.