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Steuerreform im Wirtshaus

Es waren einmal zehn Männer (oder Frauen), die gingen jeden Tag miteinander zum Essen. Die Rechnung betrug für alle zusammen jeden Tag 100 Euro. Die Gäste zahlten diese Rechnung ähnlich wie wir unsere Steuern: Die ärmsten vier zahlten nichts, der fünfte zahlte einen Euro, der Sechste 3 Euro, der Siebte 7, der Achte 12, der Neunte 18, und der Zehnte, der Reiche, zahlte 59 Euro.

Das ging so lange gut, bis der Wirt seine Rechnung auf 80 Euro reduzierte. Wie bisher sollten die ersten vier ihren „free lunch“ bekommen. Wie jedoch sollten die 20 Euro Ersparnis auf die restlichen sechs aufgeteilt werden? Bei Gleichverteilung pro Kopf würde jeder 3,33 Euro weniger zahlen.

Doch dann bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie zum Essen gehen. Das konnte nicht sein. Doch dann gab es Protest. „Ich habe nur einen von den 20 Euro bekommen“, monierte der sechste Gast und zeigte auf den Reichen: „Er aber kriegt 10 Euro!“ „Stimmt“, rief der Fünfte, der nichts mehr zahlen sollte. „Ich hab‘ nur einen Euro gespart, und er spart zehnmal so viel wie ich.“ „Moment mal“, riefen da die ersten vier aus einem Munde. „Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!“

Und die neun gingen gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn. Am nächsten Tag tauchte der zehnte Gast nicht mehr auf.

via Manager Magazin aus eienr kolumne von Hermann Simon. Hermann Simon ist Chairman der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Oktober 2004 (!), Herr Simon scheint sich also auch irgendwo bedient zu haben :)

  2. Na das ist ja wieder mal na Milchmädchenrechnung….
    So kannn man auch Stimmung machen man lässt einfach aller anderen Rahmenbedingungen weg und verkürzt ein komplexe Situation auf Stammtischniveau!
    Abschreibungen, Siubventionen etc.. gibt es ja nicht im Wirtshaus.

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