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SEO – Serial Entrepreneurship Online oder: dmexco vs. SEOktoberfest

Huch, da sind dann doch schon ein paar Tage ins Land gezogen.

Was ich aber noch erledigen wollte, war ein Rückblick auf zwei Events im September dieses Jahres, die unterschiedlicher nicht sein konnten:

Einmal die dmexco, die „Online Messe der Offliner“ und auf der anderen Seite das SEOktoberfest, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal besuchte, weil ich mal neugierig war, was eigentlich hinter den ganzen Ablenkungsfeuerwerken so passiert.

Zur dmexco:
Es waren gefühlt weniger Aussteller, vor allem aus dem Agentur-Umfeld. Die Themen, die man auf den Ständen sieht, sind alle schon gehört. Am besten passt dazu der Ausspruch:

„Es gab viel Neues und Relevantes zu sehen, nur war das Relevante nicht neu und das Neue nicht relevant.“

Mein Hauptproblem dieser Veranstaltung ist aber diese Künstlichkeit. So war es auf der OMD noch kein Problem, als Blogger eine Presseakkreditierung zu bekommen, bei der dmexco schrieb man mir nur:

„leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihre Anfrage zwecks Presse-Akkreditierung für die dmexco 2010 am 15. und 16. September in Köln nicht berücksichtigen können. […] Für Blogger hat die dmexco 2010 zudem eine eigene Area auf Level 2 im Congress Center Nord eingerichtet.“

Wer sich den Spass gemacht hat, die zwei Areas zu vergleichen, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Sitzsäcke für die Blogger, Buffet und Tische mit Pressemappen für die „Presse“ – interessantes Statement einer Online Messe.

Das Party-Battle OSK vs. OMClub ging wie erwartet an den OMClub, da ermüdete Messebesucher am Abend nicht noch mehr Messestände und Anzugträger sehen wollten. Da hat Randolf eindrucksvoll bewiesen, dass er (und natürlich sein Team) diesen Event zum Höhepunkt des Messebesuchs gemacht hat.

Nun zu etwas völlig anderem, dem SEOktoberfest.

Mich persönlich reizt nun weder die Wiesn, die Parties, noch die Playmates. Das ist nun aber alles, was diese Veranstaltung von sich nach aussen präsentiert. Nun ja, nicht alles, aber das Auffälligste. Bei einem Eintrittspreis von 5.000 Euro ist man naturgemäss auch etwas skeptisch, wie dieser Preis sich in den drei Tage je rechtfertigen kann. Um mein Fazit vorwegzunehmen. Er hat. Aber dazu später.

Einer der letztjährigen Teilnehmer hat mir gesagt: „Du darfst dir bei den Schampus-Flaschen nicht sagen, die hab ich jetzt bezahlt, und die, und die – sonst wirst du verrückt“. Und das hat mich an die Vor-Geschichte des SEOktoberfestes erinnert. Vor einigen Jahren nämlich haben ein paar Leute zusammengesessen und sich die Frage gestellt, warum die Konferenzen in Deutschland eigentlich um so viel weniger Output erzeugen als die amerikanischen Pendants. Und da war klar, es sind nur zwei bis drei Sessions, die den Wow-Effekt erzeugen. Und die hängen wiederum an den Leuten in diesen Sessions. Wie bekommt man diese Leute nun nach Deutschland? Klar, die Wiesn – jeder Ami kennt sie und freut sich, mal dabei zu sein. Und wie bekommt man sie dazu, wirklich an die wertvollen Teile des Wissens zugehen und nicht an der Oberfläche von den SXY-Vorträgen zu bleiben. Es musste ein Event sein, bei dem sich die Referenten darum streiten, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Und dazu gehörten natürlich ein paar weitere Elemente der Secret Sauce von Marcus und Philip, die daraus wirklich ein gelungenes Konzept machen, dass nur sehr vordergründig auf Wiesn und Party beruht, und, und das kann man gar nicht genug herausstellen: Das SEOktoberfest macht keinen monetären Profit.

Denn was hinter den Party und Playmate Nebelkerzen liegt, ist der eigentliche Schatz. Oder: In den ersten zehn Minuten des zweiten Tages hat ein Vortragender durch einen Test, von dem er sehr strukturiert und nachvollziehbar berichtete, jedem locker einen 5stelligen Betrag gespart. Auch Themen, wie man mit seinem Team aus einer 10 Mio Company eine 100 Mio Company macht, oder wie man Geheimnisse auf seinem Computer verschlüsselt, so dass sie von Fremden nicht auffindbar sind, zeigen die Bandbreite der Themen. Das der t.co twitter.com Wurm ausgerechnet dann losbrach, bleibt eine ironische Randnotiz der Geschichte.

Und der Respekt, den sich Teilnehmer und Referenten – so verschwommen das bei so einer Veranstaltung wird – gegenseitig darlegen zeigt, dass sich im Rahmen der PubCon Las Vegas ein kleiner Kreis zu einem Abendessen abseits vom Rummel trifft, um sich gegenseitig auszutauschen und von den neuen Bekannten/Freunden Impulse zu bekommen, die über den eigenen Alltag hinaus gehen.

Vor ein paar Wochen hatte ich mir auf Twitter Gedanken zum Akronym SEO gemacht. Aus meiner Sicht hat das SEOktoberfest eindrucksvoll bewiesen, dass SEO nicht mehr für Search Engine Optimization steht, sondern für Serial Entrepreneurship – Online.

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Wie war denn der SEOkoberfest? Warst du überhaupt dort? :)

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