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Wunschzettel für Online Marketing Verantwortliche

Ich habe die Ehre und das Vergnügen, ein paar kleine und ein paar große Unternehmen im Bereich Online Marketing und Business Intelligence strategisch zu beraten und zu begleiten. In einem dieser Unternehmen bekam ich vor kurzem die Chance etwas zu tun, von dem letztlich jeder Verantwortliche träumt:

Die ideale Online Marketing Welt

Um das nicht falsch wiederzugeben. Das Unternehmen besteht schon, hat auch einige Mitarbeiter im Bereich online Marketing, hat aber gemerkt, was ja inzwischen einige Unternehmen feststellen:

Online ist der wichtigste Kanal das Unternehmen ist aber nicht konsequent danach ausgerichtet.

Und mir kam die ehrenvolle Aufgabe zu, mal den Wunschzettel auszufüllen, und die Lösungen gleich mit den unterschiedlichen Verantwortlichen zu diskutieren und dann festzuklopfen. Denn natürlich sind die Menschen, die das bearbeiten und umsetzen, der wichtigste Faktor von allen.

Get the right people on the bus, get the wrong people of the bus

Dann ist das Unternehmen auch so flexibel, sich den Neuen Herausforderungen zu stellen und, obwohl es schon am Markt operiert, einen solch gravierenden Schritt zu gehen, wie eine komplette Neuausrichtung. Beim Brainstorming sind wir auf ein paar Punkte gekommen, die ich wirklich so noch nicht oft gesehen habe. Hier mal die Top 5:

1. Das Online Marketing veranwortet den Host www.shopxyz.com und damit alleinig die Homepage

Die bisherige Shop-IT bekommt eine Subdomain, auf der das Shop-System mit den Anforderungen des Shop Managements betrieben wird. Das Onlien Marketing bekommt eine eigene IT Abteilung, die nach ihren Gesichtspunkten die für Suchmaschinen und Menschen sichtbaren Landingpages bis zu einem zu definierenden ÜbergabePunkt managed. Parallell baut die „alte“ IT eine API auf, mit der alle Funktionen, die auf diesen Landing Pages benötigt werden, layout-unabhängig zur Verfügung gestellt werden.

2. Das Brand Department bestimmt nicht die kommunizierte Domain

Welche Domain in welcher Kampagne kommuniziert wird, bestimmt nicht das Brand Department, sondern ein Test-Ergebnis. Dazu werden regelmässig Tests aufgesetzt, die die besten alten und ein paar neue Domains in einem einfachen A/B Test gegeneinander laufen lassen. Denkbar ist später auch ein multivariater Ansatz, der auch die Botschaft in das Testszenario aufnimmt.

3. Der Kunde bestimmt die Keywords, nicht das Marketing

Auch bei Keywords gibt es ja häufig Restriktionen. Deswegen stellen wir uns in dieser idealen Welt vor, dass jedes Keyword eine Chance bekommt, seine eigene Performance zu beweisen.

4. Alle messbaren Kommunikationsmaßnahmen werden an einem Platz gesammelt

Und dieser Platz ist zuerst nicht das Web-Analytics Tool, sondern ein Tool, dass nur die Aufgabe hat, im Customer Lifecycle Muster intelligent zu verknüpfen und sowohl retrospektive Ergebnisse als auch Projektionen über eine API wieder verfügbar zu machen. Dieses Tool gibt es so leider (noch) nicht.

5. Die Ergebnisse werden zum predictive Targeting verwendet

Die API kann bei jedem Kontakt mit jedem Endkunden mit einer immer besser werdenden Genauigkeit vorhersagen, welche Kommunikation die größte Erfolgswahrscheinlichkeit hat.

Das Endergebnis ist ein selbst lernendes System aus Menschen und Maschinen, (das natürlich self-fullfilling prophecys verhindern muss) mit dem eine viel höhere Messbarkeit und Vorhersage möglich ist, als das heute der Fall ist.

Aber zurück zur wunderbaren Wunschwelt. Was wären Ihre Top 5 Weichenstellungen, die Sie neu treffen würden, wenn Sie die Chance hätten, ein Unternehmen neu komplett am Online Marketing auszurichten? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein Traum für jeden Inhouse SEO!!! Insbesondere Punkt 1: „Das Online Marketing veranwortet den Host http://www.shopxyz.com“ (obwohl ich shopxyz.com gar nicht kenne) :D

    Punkte 4 und 5 sind auch zwingend notwendig und optimal!

    Bin mir aber sicher, dass es viele so nicht umsetzen können/werden aus Angst vor der eigenen IT/Courage :D

  2. – Klare Aufgabenverteilung und ein guter Kommunikationsweg ist Grundbasis und führt zum Erfolg. Schnittstelle zwischen IT und Marketing funktioniert nicht, wenn der eine nicht weiß was der andere macht und warum. „Wissen ist Macht“ und muss transportiert werden.
    – Online Marketing ist nicht auswertbar, wenn die anderen Marketing-Kanäle nicht mit einbezogen werden: Channel-übergreifendes-Controlling

  3. Geil, eine eigene (neue) IT – die dann durch die alte IT versorgt wird.
    Ein wahnsinns Gedanke. Ich muss wieder aufwachen. :-)
    Danke für den Kurztrip in die Wunschwelt und Respekt zum Traumjob Pascal.

  4. Pingback: » Bing´alicious | seoFM - der erste deutsche PodCast für SEOs und Online-Marketer

  5. schöne Zusammenfassung einer „idealen“ Umgebung mit optimierten Geschäftsprozessen. Dennoch sehe ich viele mögliche Schwachstellen und Fehlerquellen. Auch die neue Prozess-Reorganisation hat sicher viele Vorteile, aber auch Nachteile. Den optimalen Geschäftsprozess an sich gibt es nicht, lediglich als ein anzustrebendes Ziel jedes Unternehmens könnte man ihn ansetzen.

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