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SEO Basics: 10 Dinge, die man vermeiden sollte

Auf SEOMoz ist dieser kurze informative Artikel erschienen, der die typischen Fallen beim Architekturkonzept einer Website beschreibt. Ich hab sie um typische Fallen und Themen ergänzt, die mir in letzter Zeit bei Konzept-Diskussionen aufgefallen sind.

Welche Dinge man vermeiden sollte:

1. Dynamische URLs
Wenn nur irgendwie möglich, komplett vermeiden. Es gibt Beobachtungen, dass dynamische URLs anders (wenn auch gering und bei Google nicht von Bedeutung) gewichtet werden. Das Problem wird dann erst kritisch, wenn es um mehrere dynamische Parameter geht. Man muss hier Crawling und Ranking trennen. Es werden eventuell Seiten mit mehr Parametern gecrawlt, aber das Ranking wird dann beeinflusst, wenn der Spider nicht mehr unterscheiden kann, welche Seite jetzt das Original ist. (Dupicate Content, Canonical Issues)
Lösungen: mod_rewrite, ISAPI
Typische Falle: Session-ID Fallback, wenn der Client keine Cookies akzeptiert.

2. mehr als 3 Clicks zu jeder Seite
es ist primär eine Frage der Usability, und SEO profitiert davon. Je weiter eine Seite (in Clicks) von der Homepage entfernt ist, desto unwichtiger ist diese Seite offensichtlich dem Betreiber.
Lösung: Sitemap von jeder Seite erreichbar
Typische Falle: Sehr grosse Seiten brauchen mehrere Sitemaps

3. Unnötige Subdomains
Es bleibt spekulativ, welche Suchmaschine Subdomains im Verhältnis zur Hauptdomain wie gewichtet. Zuerst wird eine Subdomain aber als eigene Domain gewertet, was den Linkaufbau schwerer macht. Und es schwächt die Hauptdomain, da sie kleiner wird.
Lösung: Unterverzeichnisse
Typische Falle: Sowohl als auch, also Subdomains und Unterverzeichnisse mit dem gleichen Content. Mehr hilft nicht immer mehr.

4. Internes Link Bombing
Linktexte, die nicht für Besucher, sondern für Suchmaschinen gemacht wurden. Wenn in Site-Navigationen statt „Finanzen“ der Text „Infos zu private Krankenversicherung, Kredite ohne Schufa und private Rente“ steht, werden Suchmaschinen und ihre menschlichen Qualitätsprüfer mehr als skeptisch.
Lösung: Links für Besucher, (was die Verwendung von EINEM vielgesuchten Begriff beinhaltet, weil dieser von Besuchern ja verwendet wird)
Typische Falle: „Mein Sohn hat da was über SEO gelesen, das sollten wir mal machen“ z.B. Footerlinks… Finger weg!

5. PageRank-Fixierung
Vergessen Sie es. Diese information ist ca. 7 Jahre alt und die Suchmaschinen entwickeln sich täglich weiter.
Lösung: Bauen Sie wertvolle Inhalte, im Dialog mit Ihren Besuchern, der Rest ergibt sich von allein
Typische Falle: Nicht nach aussen Linken (wegen vermeintlichem PageRank-Verlust) Ich persönlich vertrete die Meinung, dass Sparsamkeit hier mehr schadet als nutzt. Jede Information, die bei Bedarf an einer anderen Stelle vertieft werden kann, sollte verlinkt sein. Auch hier wieder: Nutzer-Zentrierung hilft extrem weit bei Suchmaschinen.

6. Eine URL, viele Themen
Das ist vor allem ein Problem von grossen Sites und Katalogen. Die Prämisse sollte sein: Ein Thema, eine URL. Als URL ist im Kontext von Suchmaschinen immer der gesamte String inklusive aller Parameter gemeint. Das sind alles unterschiedliche URLs für Spider. Das Problem hierbei ist, dass die Suchmaschine nicht mehr weiss, welche Seite das Original ist, und aus Spam-Verdacht dann alle Seiten sperren kann.
Lösung: Detailseitenkonzept und Teaser-Konzept
Typische Fallen: Breadcrumbs, SessionIDs, Sortierungen.

7. Flash-Intro
Suchmaschinen lesen kein Flash. Wenn diese Seite nur über Flash navigierbar ist, folgt die Suchmaschine keinem Link.
Lösung: Textseite als Fallback, Flash über Javascript einbinden.
Typische Falle: Textseite wird nicht aktuell gehalten

8. Corporate Design und Styleguides sind nicht diskutierbar
Der Styleguide einer Website entsteht idealerweise so, dass Tests mit unterschiedlichen Zielgruppen (Menschen, Suchmaschinen, etc.) mit unterschiedlichen Zielen (Kaufen, informieren, Spidern) ihre ziele auf möglichst einfach Weise (also mit geringen Abbrüchen) schaffen. Die Ergebnisse dieser Tests werden dann in einem Styleguide festgehalten, damit weitere Seiten, von den Erfahrungen und Optimierungen profitieren.
Lösung: Styleguide mitschreiben und durch Testergebnisse untermauern.
Typische Falle: Der Webstyleguide wird nur von der Marketing-Abteilung in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur auf Pappen entworfen.

9. Zu viele Domains
Neben Subdomains ist ein Problem, dass alle Schreibweisen und Tippfehler der Website auf den gleichen Content weisen. unter ihrer eigenen URL. Problem: Duplicate Content
Lösung: 301 Redirect auf die Hauptdomain
Typische Falle: Die Domain ohne „www.“ und die Schreibfehler des „www.“ werden vergessen.

10. gemeinsame Applikation für Shop und Content-Bereiche
Wenn der Shop das Content Management sein soll oder das Content Management der Shop kommt es an unterschiedlichen Stellen zu Problemen. Shops brauchen Sessions, Content muss Crawlbar sein.
Lösung: Zwei Systeme, die über klare Schnittstellen miteinander verbunden sind. Der eingeloggte Bereich soll nicht crawlbar sein, der offene schon.
Typische Falle: Unterschiedliche Domains für beide.

Ich hoffe, dass diese Dinge ohne viel nachzudenken schlüssig sind. Wenn nicht, diskutieren Sie hier gerne mit.

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das eine verstehe ich nicht ganz, was ist mit 9. doch nicht in Ordnung? 301 ist doch nicht schlecht, oder? Und das kann mann sowieso vermeiden indem man h**p://www.domain2.de auf h**p://www.domain1.de/ordner2 verlinkt, nicht wahr?

    [Kommentar der Redaktion: Lieber Richard, mit Kommentar-Spam wirst Du dir keine Freunde und deine Domain design 4 you nicht wertvoller machen.]

  2. An Deinen Punkt 9 hltst Du Dich selber allerdings auch nicht ganz. Dynamische URL bei Q48.de, bei ww.q48.de kommt eine Fehlermeldung, ohne www. kommt KEINE 301
    usw… ;)

  3. es gibt durchaus shopsysteme mit einem annehmbaren cms. z.b. xt-commerce.

  4. Gut jetzt hast du schon 10 Punkte aber es fehlt noch der Klassiker:
    „Ich habe gelesen man muss da in so ein Meta Kiwuuurds, kann viele Begriffe einbauen um auf Platz #1 zu kommen“

    (PS: fr Leute aus Agenturen die das lesen sollten, das ist ironisch gemeint. Meta Keywords bringt nichts; weg damit.)

  5. … auch nochmal zu dem Punkt 9 & duplicate content:

    Die Startseite dieses Blogs ist mit & ohne www im Google Index und alle Unterseiten sind auch mit www erreichbar, obwohl alle ohne www bereits erfasst sind?

    Auch die 70 erfassten, bis auf den Link jeweils identischen, „Trackback Seiten“ mit „200 OK“ scheinen alles andere als optimal oder sinnvoll zu sein – siehe hier und folgende Ergebnisse der Site-Abfrage ;-)

    Hoffe die Info hilft „Folge-Chaos“ bei Google zu vermeiden …

  6. Subdomains sind großartig! Daher kann ich Dir hier nicht folgen. Ein Teil der Autorität vererbt sich auf Sudomains, ebenso nutzen aufgebaute Subdomains auch der Hauptdomain. Subdomaining ist die richtige Strategie, wenn ein Projekt thematisch breiter gestreut werden soll (-> Immer gut als Beispiel about.com) oder das Angebot in verschiedenen Sprachen erreichbar sein soll. Von einer Schwächung der Hauptdomain kann keine Rede sein … Das Original von Rand hat eine andere Grundaussage als Deine Kommentierung / Übersetzung.

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