Suche
  • »In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is.«
  • Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Pascal
Suche Menü

Sommer Sabbatical

In den Sommermonaten war hier wenig los. Vor allem deshalb, weil ich mit ein paar Gedanken zu Prioritäten und Projekten gemacht habe und mir dazu ein bisschen Zeit nehmen wollte. Deswegen war ich ein paar Wochen nur sehr selten am Rechner, viel Zeit im Freibad, in den Bergen oder bei Freunden, hab meine Emails vernachlässigt und es ging mir echt gut dabei ;-)

Prioritäten

1. Gesundheit
2. Beziehung und Familie
3. Job
4. Soziales Netz

Klingt eigentlich ganz schlüssig, aber meine eigene Erfahrung zeigt, dass man das nicht immer so einfach einhalten kann oder will. Aber letztlich ist die Maslowsche Bedürfnis-Pyramide ja doch nicht ganz veraltet.

So wurde an mich herangetragen, dass ich doch ein gewisses Herzinfarkt-Risiko mit mir „herumtrage“, was mir lange Zeit egal war, aber im Zusammenhang mit der Verantwortung für Kinder natürlich anders zu bewerten ist. Deswegen habe ich meine Ernährung und Bewegungsmenge umgestellt, um zumindest das in meiner Macht stehende zu tun, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Das Online Marketing besteht, so scheint es manchmal, primär aus Mitte-Zwanziger Singles. Bei mir ist es nun mal nicht so. Wenn man mal erleb hat, wie schnell die ersten 6 Jahre eines Kindes an einem vorüberziehen, und man sich dessen bewusst wird, dass man nur noch 6 Jahre aktiv gestalten kann, dann 6 Jahre zur Passivität gezwungen zusieht und danach nicht mehr viel sehen wird, hat jede Stunde mit der Familie ein neues Gewicht. Und nicht nur weil die Zeit mit der Familie sehr eingrenzend, aber auch beschränkt ist, hat die Beziehung eine ganz besondere Wichtigkeit für mich.

Der Job, auch wenn es viele Arbeitgeber gerne anders sähen, liegt dann aber nur an dritter Stelle. Und das ist auch gut so, denn wenn die ersten beiden Punkte gut am laufen sind, sind Effektivität und Effizienz ein gutes Ergebnis. Und auch die richtige Relation, wenn man sich über irgendwelche Entwicklungen oder Personen ärgert. Es ist nur der Job.

Aber neben den komischen Entwicklungen in der Affiliate-Szene (…) gibt es auch im Job-Segment Positives zu berichten. Drei Projekte werden diesen Herbst noch das Licht der Welt erblicken. Das erste ist letzte Woche in Deutschland live gegangen und soll sich der Social Media Traffic Quelle bedienen (was natürlich noch zu beweisen ist) und ist ein Couponing Service über Twitter facebook und Co. mit dem Namen twipons.de. In Berlin eher zufällig am Cafétisch konzipiert und im Team entwickelt bin ich sehr gespannt auf die Entwicklung vor allem in den internationalen Märkten.

Das zweite Projekt wird ein lange gehegtes Baby im Umfeld Search-Engines werden, und das dritte ist klassisches B2C Geschäft um den Irrungen und Wirrungen des Werbemarktes zu entgleiten. Zu den beiden anderen Projekten werde ich nach Launch mehr erzählen.

Daneben läuft natürlich noch das klassische Interims-Management / Workshop Geschäft weiter und zeigt mir wöchentlich, welche tollen Ideen und Märkte von jungen (und auch älteren) Firmen bearbeitet werden, die konsequent an ihrem Produkt arbeiten. Es ist mir jedes Mal eine Riesen-Ehre, bei solchen genialen Projekten dabei sein zu dürfen. Danke sehr.

Leider kommen an vierter Stelle erst die vielen Freunde, für die ich mir oft zu wenig Zeit nehme. Das ist leider ein Seiten-Effekt aber natürlich auch eine bewusste Entscheidung für die Zeit, die Beziehung und Familie brauchen. Aber ich bin zuversichtlich, dass die guten Freunde das nicht als Abwertung ihrer Person, sondern als temporäre Rücksicht einschätzen.

So, das war heute mal ein ganz anderer Post. Eigentlich war ich kurz davor ihn zu löschen, weil er nicht so recht in dieses Blog passt. Andererseits ist es halt eine Seite von mir, die Vielen in hitzigen Diskussionen mit mir verborgen bleibt, aber nunmal zu mir gehört.

Aber jetzt heisst es hier wieder back to business, die dmexco steht vor der Tür, wo ich leider einen Terminkonflikt zwischen einer SEOctoberfest Einladung und dmexco zu lösen hatte. Ich bin ja kein Riesen Wiesn Fan, aber irgendwie hat mir die Berichterstattung der letzten Wochen die Freude darauf noch mehr getrübt.

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Pascale das ist gerade mit Blick auf unsere Branche ein Blogbeitrag, der mir aus der Seele spricht und zu meinen Einträgen des Jahres gehört – was man auch daran sieht, dass ich einen Kommentar schreibe :-)

    Danke sehr für den Einblick!

    Gruß
    Philipp

  2. Dem kann ich mich nur anschließen. Als junger Familienvater kann ich genau diese Gedanken absolut nachvollziehen. Ein erfrischend ehrlich persönlicher Beitrag !

  3. 100% Zustimmung zu Deinem Beitrag von mir als nicht mehr „Mitte 20“- j√§hrigem.

    Ergänzung:
    Im Online Marketing Bereich sind die Möglichkeiten, die Prioritäten wie von Dir beschrieben zu setzen, aber auch viel größer als woanders. Der Busfahrer oder der Fabrikarbeiter kann sich die Zeit nicht selber einteilen. Ich bin dankbar dafür, daß es bei mir anders ist.

  4. Auch ich (2-facher Vater) bin dir sehr dankbar f√ºr diesen Beitrag. Jeder einzelne Absatz spricht mir aus der Seele. Veranstaltungen wie die DMEXCO stehen bei mir in diesem Jahr auch ganz hinten auf der Priorit√§ten-Liste…und werden schlie√ülich ganz gestrichen.

  5. Wenn du den Artikel gelöscht hättest, wäre aber was los gewesen.

    So sage ich einfach nur

    DANKE

    Ich glaube jetzt doch noch daran, dass das Business erwachsen werden kann.

  6. Authentisch, ehrlich & gut. Auch von mir danke für den interessanten Einblick.

    Ich wünsche dir alles Gute.

  7. Das ist schon wichtig, solche Dinge öfter anzusprechen. Ich neige ja selbst dazu, bei „Szene“-Treffen den Bereich des Online-Marketing eher zu vernachlässigen und meine Gesprächspartner eher über gesunde Ernährung aufzuklären. 8-)
    @Pascal: Wenn das ein Thema für Dich ist, könnte ich Dir da mal ein wirklich gutes Buch schicken. Wahlweise auf totem Holz oder digital. 8-)

  8. Hi Pascal,
    ein super Artikel! Vielen Dank dafür! Es gibt meiner Meinung nach viele Leute die sich über diese Dinge erst Gedanken machen, wenn es schon zu spät ist. Und manche Sachen kann man eben nicht nachholen!

  9. Hallo Pascal,
    danke f√ºr deine Gedanken – sehr interessant und bemerkenswert. Ich freue mich, dass deine Kinder nicht nur sagen k√∂nnen, dass ihr Vater „was im Internet macht“, sondern auch Zeit mit dir verbringen k√∂nnen.

    Ich habe unser schmuckes Reihenhaus aufgegeben, mein Home-Office unterm Dach geräumt und bin nun auf Weltreise. Hier merke ich, dass ich keine 14 h Tag im Office brauche, sondern dass es noch etwas anderes gibt. Nun beschränke ich meine Online-Zeit auf morgens und abends und lerne, wie ich effektiv mit meiner Zeit umgehen kann/muß. Und bin glücklich!

    Viele Grüße aus Argentinien,
    Nils

  10. Pascal!

    Danke für deine Gedanken, den Anstoß für Gleichgesinnte es dir nach zu tun, das Leben auch außerhalb der Online Szene nicht zu vergessen und vor allem danke für deinen Mut dies zu teilen.

    Hoffentlich trotzdem bis Bald, wenn nicht auf der dmexco dann irgendwo/wann anders.

    Lieben Gruß von der LebeSeite

  11. Hallo zusammen,
    natürlich bin ich auf der dmexco. Und natürlich arbeite ich auch weiterhin an spanenden Online-Projekten. Das kommt hier etwas depressiv rüber. Im Gegenteil!

    Gerade weil ich mir diese Prioliste gebe, kann ich über so kleine Hindernisse im Job am besten lächeln. Weil es halt nur der Job ist…

    Viele Grüße und danke für Eure Kommentare!

  12. Hi Pascal!

    Danke für den individuellen, sehr persönlichen Einblick! Es wäre schade gewesen wenn Du diesen gelöscht hättest. Ich kann Dich und Deine Prios gut verstehen und kann Dich nur beglückwünschen zu dieser Gleichverteilung…

    LG aus Wien
    Christoph

  13. Hallo Pascal,

    das ist wohl so. Wobei die Prioritäten sich ganz sicher im Laufe der Zeit verschieben. Und wenn man mal 10 Jahre in der Branche ist, die 20er oder meinetwegen die 30er in dieser sehr wechselhaften Welt mitgenommen hat, dann betrachtet man die Dinge auch etwas gelassener. Das heißt freilich nicht, dass man nicht Feuer und Flamme für ein Projekt, eine neue Firma o.ä. sein kann.

    Insofern kann ich das alles nachvollziehen. Und hier in München sind wir mit dem Angebot an Abwechslung mit den Bergen gesegnet, die einen schnell auf andere Gedanken bringen.

    Und die Zeit mit Deinen Kindern zu verbringen verändert sicher die vielleicht zu starren Denkweisen.
    Insofern kann ich das alles nachvollziehen.

    Grüße,
    Andreas

  14. Danke für diesen Einblick. Du bist echt nicht der Einzige der sich damit beschäftigt und neben den Jungen gibt es auch immer mehr Väter.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*

// XING Test pxl = document.createElement("img"); pxl.src="https://www.xing.com/profile/Pascal_Fantou?" + Math.random();