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AOL Deutschland will durch Paid Services Geld verdienen

Wieder zum Strahlen bringen will Torsten Ahlers den einstigen Online-Stern AOL. Statt über Abos soll sich das Internet-Unternehmen AOL Deutschland künftig über Werbeeinnahmen und kostenpflichtige Dienste finanzieren. „In drei Jahren wollen wir 50% unserer Einnahmen über Online-Werbung und 50% über Paid-Services einnehmen“, sagt Ahlers. Mit dieser Strategie will sich der neue AOL-Chef „unabhängiger vom Online-Werbemarkt machen“. Bereits jetzt feiere AOL große Erfolge mit dem Verkauf von Sicherheitspaketen. Als Zielgruppe hat Ahlers für „AOL.de“ reifere Onliner im Auge. Diese etwa 30-jährigen Onliner sollen AOL vor allem dank der Entertainment-Angebote lieben lernen. Ein weiterer wichtiger Baustein in der AOL-Strategie ist die Fremdvermarktung. Das letzte Steinchen in der neuen AOL-Strategie ist das Mobilgeschäft. Unter „mobile.aol.de“ können Handynutzer mobil im Internet chatten, mailen und shoppen. Mit dem „Friendsfinder“ hat AOL hier sogar eine echte Killerapplikation im Gepäck. Mit dem Service können registrierte Nutzer jederzeit den aktuellen Standort ihrer Freunde und Familienmitglieder feststellen.

Das wiederspricht sich „etwas“ mit der kürzlich veröffentlichten Studie zur Zukunft von Paid Services. Wenn ich mich recht erinnere, waren Exklusivität und Mehrwert die ausschlaggebenden Faktoren für Paid Services.
Ausser ICQ/AIM, die von vielen ja eben nicht über die hauseigene AOL-Applikation nutzen, sodern über sog. Multiprotokoll-Clients, fehlt mir da der exklusive Inhalt.

Klar ist in den Archiven von Time Warner jede Menge verwertbarer Content, aber ob diese Verbindung noch drei Jahre hält, würde wahrscheinlich niemand wetten wollen. Also startegisch gesehen schonmal Fehlanzeige.

Was gibt es sonst? Jede Menge Kooperationen mit White-Label-Partnern, denen eben genau die Exklusivität durch das White Labelling fehlt. Bleibt die Frage, ob genug Ressourcen da sind, etwas neues, eigenes zu entwicklen? Amerikanische Firmen sind, was Entwicklungskapazitäten angeht, schon immer sparsam in fremden Ländern gewesen, zudem wird die Mannschaft ja halbiert. In so einem Umfeld wachsen normalerweise nicht die besten Ideen.

Was meinen Sie? Geht diese Strategie auf? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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