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Charts der Online Werbetreibenden – Daumen mal Pi

Im Ranking der Online-Werbungtreibenden führt Ebay. Der deutsche Ableger des Auktionshauses gab 2006 insgesamt 31,05 Millionen Euro für grafische Online-Werbung aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Monitoring der Hamburger W3Scan S&P auf den zweitausend reichweitenstärksten Websites in Deutschland. Auf Rang zwei kommt demnach Arcor mit einem Werbevolumen von 7,92 Millionen Euro bei grafischer Online-Werbung, gefolgt von Tipp24 (5,09 Millionen Euro). 4,55 Millionen Euro gab die Renault Nissan Deutschland AG aus und den fünften Platz erreicht Hewlett-Packard (4,43 Millionen Euro). Der erste Mobilfunker taucht au Rang sechs auf: O2 Germany mit 4,39 Millionen Euro.

via emar

Diese ganzen Scan-Geschichten wie Thomson Media sind natürlich recht schwammig.

Wie W3Scan selber auf seiner WebSite sagt:

In bekannten Ausnahmefällen, z.B. ebay.de, wird die Berechnung des Mediawertes dadurch erschwert, das die Abrechnung im Cost-Per-Click-Model erfolgt. Hier zeigt der Mediawert an, was für diese Medialeistung hätte regulär gezahlt werden müssen.

Die Aussage ist also in keiner Weise, wieviel ausgegeben wurde, sondern eher wieviel Media-Äquivalenzwert eingekauft wurde. Das Gleiche gilt für Media-Kooperationen, in denen ja Media meist sehr rabbattiert auf ev. Fixkomponenten gesattelt wird.

Des weiteren wundert mich, wo gewisse Internet-Größen wie die Scout24, 1&1 oder die deutsche Bundespost mit T-Online sind. Gerade die Access-Provider und Triple Play Anbieter haben gefühlt recht viel Gas gegeben.

Lösung könnte eine Korrektur von „Eigenwerbung“ sein, die ev. herausgerechnet wird, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Aber genau das passiert natürlich trotzdem, denn wenn ein 1&1 über web.de und GMX ihr DSL vertreiben, haben Sie auch eine Medien-Äquivalenz erreicht (also verglb. mit ebay) und sie sind mit Sicherheit auch ausserhalb des eigenen Bereichs ausgabefreudig.

Bleibt die Frage, wozu ein solches Ranking gut sein soll, ausser zu PR-Zwecken (siehe diesen Artikel).

– zur Konkurrenz-Beobachtung dient es genausoviel oder genausowenig wie Nielsen und Co.
– zur Mediaplanung gibt es ein paar interessante Informationen, aber natürlich nicht viele, schon gar nicht den Preis.

Hier wäre es doch interessant, mal die gescannten Werbetreibenden mit den Umsatzangaben der Vermarkter in Korrelation zu stellen, dann kommt man, wenn man nach Umsatz steigende Rabattkurven annimmt, doch zu viel besseren Ergebnissen. Oder?

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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