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StubHub für 310 Mio USD an ebay – der neue Vormarsch der Portale

Nach einem vergleichsweise ruhigen Jahr schaltet Ebay wieder in den Akquisemodus und übernimmt gleich zum Jahresanfang die Ticketbörse StubHub für $310 Mio.:

„StubHub exists to serve passionate fans – and we feel great knowing our customers will benefit from the power of eBay and its community of users.“

via Exiting Commerce

Ebay versucht sich allem Anschein nach nun vom reinen Handel zur Startseite umzupositionieren/weiterzuentwicklen. Ob das alles aus dem Druck vom Aktienmarkt entsteht, oder wirklich die Vision von ebay 2.0 ist, kann ich nicht sagen. Mir erscheint der Trend zum alles aus einer Hand-Anbieter aber wieder so eine neues ReWavel von 1999, als alle Player „Portal-Strategien“ vorstellten.

Sind die User so gestrickt?
AOL und T-Online würden das wahrscheinlich bestätigen, dass ihre Nutzer glücklich mit der ihr gebotenen Welt sind. Bei AOL kann ich mir das ja noch so halbwegs vorstellen. Oder ist das eine Frage der Kultur? Stehen Amerikaner eher auf Dienste wie Yahoo Finance und Yahoo Mail, weil ihnen die „one size fits all“-Strategie einfacher erscheint?

meine Vermutung wäre, dass Deutschland, wenn nicht sogar Europa und weite Teile der restlichen Welt da anders gepolt sind. GMX und Web.de als Freemail-Anbieter sind ein Phänomen, dass von vielen US-gesteuerten Unternehmen nicht verstanden wurde. Hotmail, Yahoo spielen hier keine Rolle. Warum? Weil MSN oder Yahoo kein Spezialist für Mail ist. Und Generalisten-Websites vertraut der deutsch User nicht so.

Ein weiteres Argument gegen diese Strategie ist das scheitern von Google, in sogenannten Vertikalen Suchen relevant Bedeutung zu gewinnen. Vertikale Suchen sind auf ein Thema fokussierte Suchen wie Immobilien, Autos, oder Kleidung. Hier haben weltweit eindeutig die Spezialisten die Nase vorn. Ob Scout24 oder Shopzilla und ähnlich verfremdete Modelle wie Shopping.com. Die Spezialisten ziehen die Massen an.

Erst kürzlich hat mir jemand den Unterschied zwischen H&M und Kaufhof erklärt. Der Spezialist H&M hat seine Prozesse wie Logisitk und Einkauf, sein Marketing und damit seine Differenzieung voll im Griff. Ihm macht im Textilbereich niemand was vor. Er ist Spezialist. Was passiert aber mit einem Vollsortimenter, der in jedem einzelnen Bereich Produkte anbietet, die es auch woanders gibt? Ihm fehlt ausser der Einfachheit des Wochenend-Einkaufs die Differenzierung, denn genau dieselbe Differenzierung bieten ja alle anderen Vollsortimenter auch.

Was bedeutet das für die neuen Portale?
Dieselbe Frage: Was differenziert?

Was meinen Sie dazu, liebe Leser? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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