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Yahoo Strategy Change

Böse Bescherung bei Yahoo. Beim Internet-Unternehmen wird der ganze Laden auf den Kopf gestellt und Köpfe rollen. Damit passiert genau das, was Yahoo-Manager Brad Garlinghouse in seinem „Erndussbutter-Manifest“ gefordert hat (täglichkress vom 20. November 2006). Yahoo habe zu viele Abteilungen, zu viele Dienste, versuche zu viel auf einmal, schrieb Garlinghouse. „Die derzeitige Struktur muss weg“, so der Yahoo-Vizepräsident, „Köpfe müssen rollen“. Jetzt soll also alles besser werden: Yahoo bündelt die Geschäfte unter dem Dach von nur noch drei Abteilungen: Eine soll sich um die Nutzer kümmern, eine andere um neue Technologien und die dritte und wichtigste um die Werbekunden. Susan Decker wird die neue Werbe-Sparte leiten. Bis ein Nachfolger für ihre bisherige Stelle gefunden ist, bleibt Decker zudem Finanzchefin. Anzeigen sind die wichtigste Einnahmequelle für Yahoo. Der bisher für das Yahoo-Tagesgeschäft zuständige Spitzenmanager Daniel Rosenzweig muss Ende März kommenden Jahres seinen Hut nehmen. Auch der Leiter der Mediensparte, Lloyd Braun, verlässt das Internet-Unternehmen. Er war die Nummer zwei hinter Yahoo-Konzernchef Terry Semel. Für die Nutzer-Sparte wird noch ein Top-Manager gesucht, die Technologiesparte führt Technologie-Chef Farzad Nazem an. (mb)

via kress

Braut schön machen oder Langfrist-Strategie? Die reine Bündelung der Sparten löst noch nicht die Doppel-Entwicklungen und Ineffizienzen, die dadurch entstehen. Das Beispiel Phonoline und Musicload bei der deutschen Bundespost ist ja auch nur der sichtbare Teil vom Konzern-Eigenleben. Aus meiner bescheidenen Sicht ist das ein Anzeichen von Führungslosigkeit, wenn so etwas ensteht. Einhergehend mit Horden von Jugend-forscht Beratern, die in schönen Folien Dinge darstellen, die – wenn man Glück hat – inhaltlich richtig, aber völlig unbedeutend sind.

Oder, wie es ein lieber Ex-Kollege formulierte: Sie präsentieren mir hier neue und richtige Erkenntnisse. Nur leider sind die Richtigen nicht neu und die Neuen nicht richtig.

Quo vadis, Yahoo?

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Eine entschlackungskur tut sicherlich jeder Firma gut. Das sich endlich mal was bei Yahoo tut ist sicherlich auch nicht verkehrt.

    Du sprichst Führungslosigkeit an. Ich glaube das Problem liegt bei unseren Managern. Die traditionell Familien geführten Unternehmen würden soetwas deutlich besser in den Griff bekommen.

    Damit will ich nicht gesagt haben, das alle Manager nichts taugen :-)

  2. „Eine entschlackungskur tut sicherlich jeder Firma gut“

    McKinsey lässt grüßen, oder?

    Ich weiß nicht, bei wieviel Ami-Firmen Du hier schon gearbeitet hast, aber den Beweis sind viele US-Unternehmen hier in Europa schuldig geblieben. Personalabbau fällt den Amis immer als erstes und leider auch als letztes ein. Dazwischen ist zu wenig Kreativität.

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