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klassische Medien im freien Fall?

bei Robert Basic bin ich auf eine interessante ntersuchung gestossen: Deutschland und USA im Vergleich von Medien-Nutzung und Werbeausgaben.

Der Online Vermarkter Kreis stellt das nach Hugo so dar:

Mediennutzung und Werbeausgaben

Hatte der OVK im September für die sogenannte ‚Klassische Onlinewerbung‘ noch ein Wachstum von 47 % (2006 zu 2005) prognostiziert, so berichtet jetzt – einen Monat später – Nielsen Media Research (auf der Basis der Meldungen der Vermarkter bzw. OVK Mitglieder) in den ersten 3 Quartalen von einem Wachstum von 57,7 % (in absoluten Zahlen 2006: 453,2 Mio. gegenüber 2005: 287,3 Mio. Euro, I. – III. Quartal)

Jetzt gibt laut Hugo E. Martin es diese Darstellung auch von Carat für die USA:

US Medien-Nutzung und Werbeausgaben

beide Grafiken von Hugo via Real Media Riffs (20-Oct-2006)

Die klassische Medien-Nutzung ist in den USA schon massiv auf dem Rückgang.

* Los Angeles Times daily circulation dropped 8%; down 6% on Sunday.
* San Francisco Chronicle dropped 5.3% daily; down 7.3% on Sunday.
* New York Times dropped 3.5% daily; down 3.5% on Sunday.
* Boston Globe dropped 6.7% daily; down 9.9% on Sunday.
* Washington Post dropped 3.3% daily; down 2.6% on Sunday.
* Wall Street Journal dropped 1.9% daily; WSJ Weekend Edition down 6.7%.
* Chicago Tribune dropped 1.7% daily; down 1.3% on Sunday.
* USA Today dropped 1.3%.

Wie das Wachstum der Onlinenutzung, über das ich vor ein paar Monaten schrieb, sich dem gegenüberstellt,
wird von Burda (meiner meinung nach) etwas verharmlost dargestellt:

Nach den aktuellen Ergebnissen der Studie sind zwar nach wie vor TV, Zeitschriften und Zeitungen vorn, das Internet gewinnt aber weiterhin dramatisch hinzu. Keine Zukunftsvision mehr ist „Always onä?: Dank stark steigender Breitbandanschlüsse (28 Prozent der Befragten geben an, DSL zu haben) und entsprechender Ausstattung der PCs (12 Prozent der Haushalte haben bereits einen Router für drahtlose Übertragung, fast doppelt so viele wie noch 2005) ist das Internet bereits heute ein immer und überall verfügbares Alltagsmedium. Inhaltlich verlagern sich laut der TdW 06/07 vor allem Communities und rein informative, tagesaktuelle Inhalte sowie das Einkaufen ins Internet. Bei dieser Explosion des digitalen Mediums hat sich auch die Nutzung von Zeitschriften intensiviert: Gerade unter den „Onlinernä? (mindestens zwei Stunden pro Woche im Internet) geben 35 Prozent an, täglich bis zu eine Stunde Zeitschriften zu lesen, 22 Prozent sogar mehr als eine Stunde.

Nach meiner Beobachtung unter anderem auf den Medientagen sind die klassischen Medien zumindest auf der Führungsebene da schon etwas beunruhigter. Solche Pressemitteilungen sind wohl eher dazu gedacht, die Werbekunden bei der Stange zu halten und die Mitarbeiter zu beruhigen.

Aber der Zug fährt. Und Holtzbrink, ProSieben und Co. haben das natürlich mit Ihren Investitionen längst bestätigt. Bleibt die Frage, was mit solchen Firmen passiert, die von klassischen Medien „unter die Fittiche genommen werden“.

Das erinnert alles sehr an AOL/Time Warner und andere Bekannte aus der Medien-Szene / Provider / Telekommunikationsunternehmen und so weiter. Diese Kultur- und Geschwindigkeits-Schocks, die meist gar nicht mal absichtlich stattfinden, zerstören über kurz oder lang die schnelle und innovative Arbeitsweise der kleinen Unternehmen.

Mein beliebtetes Zitat dazu vom Geschäftsführer eines kleinen schnellen Unternehmens zu seiner neuen Mutter: „Diese Organisation kann pro Minute mehr Folien schreiben, als wir lesen können“.

Aber das ist eine andere Geschichte. Die Frage ist: Werden sich die klassichen Medien aufrappeln, um diesen Umbruch aktiv mitzugestalten? Werden die klassischen Medien eher das Zusammenwachsen fördern und abwarten? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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