Digg ist wohl in Gesprächen mit mehreren möglichen “Partnern”, unter anderem wohl auch die News Corp, die ja beim YouTube Deal etwas säuerlich war. Digg.com möchte angeblich einen Preis von mindestens 150 Mio $ erzielen und gibt dafür an, 20 Millionen unique Users auf der Plattform zu haben.
Ein Streitpunkt in der Diskussion ist wohl, dass ComScore andere Zahlen zeigt, nämlich nur 1,3 Millionen unique useres pro Monat.

Diese Diskussion zeigt wieder einmal, in welchem Blindflug zum Teil die Bewertungen von Internet-Unternehmen vorgenommen werden. Je nachdem, welches Panel man heranzieht, und vorrausgesetzt, man bewertet das unternehemn auf seinem Active Reach, dann kann das schon mal um den Faktor 20 abweichen. Dann gehört es wohl zu den zentralen Aufgaben im Start-Up wie bei den Medien, die Marktzahlen gut im Griff zu haben.
via TechMeMe, TechCrunch
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Can you digg it, Rupert?…
In den USA gehört der Social-Bookmark-Dienst digg.com zu einem der Motoren des Web2.0, der täglich Abertausende Besucher auf andere Websites schaufelt und durch diesen massiven Traffic regelmäßig Server kollabieren lässt. “Gediggt werdenR…
[...] 43 Blackbox WWW 11:58 | Okt 25′06 digg.com ins Trockene bringen Kevin Rose will sein ‘digg.com‘ offenbar ins Trockene bringen, denn wie Michael Arrington in seinem Weblog TechCrunch berichtet führt die Community-Site derzeit mit einigen Firmen Übernahme-Gespräche. Unter anderem mit Rupert Murdochs News Corp., das vor einigen Monaten die Community MySpace für etwas mehr als 500 Millionen US-Dollar gekauft hatte. [...]
[...] Dass Trafficmessung keine akkurate Wissenschaft (trotz scheinbar unfehlbarer Severlogfiles) darstellt, wissen wir mittlerweile: The dirty little secret of Silicon Valley is that no one knows exactly who is going where on the Web. That flies in the face of the impression that online advertising is the most dependably trackable ad medium of all time. Ich möchte hier auch nicht auf die verschiedenen Probleme der Messmethoden eingehen, wer sich dazu Informieren will erhält hier eine gute Einführung, hier die Probleme und hier eine tiefere Beschreibung.Es geht viel mehr darum, warum diese Zahlen mittlerweile so wichtig sind und, welche Auswirkungen diese Entwicklung hat, denn eine ganz neue Bedeutung bekamen diese Zahlen erst vor kurzem. Mit dem Kauf von YouTube hat Google ein paar Werte definiert:Is YouTube worth $1.6B? You betcha. That’s 4 cents per video stream ($1.6B divided by 100 million daily views * 365 days) and it’s still growing. Another way to think of it is that YouTube has roughly 50 million users (35M in the US according to Nielsen NetRatings, and probably another 15M worldwide) which comes out to $32 per user. It’s high, but it’s also reasonable. Das sind enorme Bewertungen, aber wenn Google meint mit jedem User mehr als $32 zu verdienen, wollen die Unternehmen, die bisher in den Übernahmeschlachten leer ausgingen natürlich nicht nachstehen. Legt man diese Bewertung zu Grunde ergibt der Unterschied in den Trafficzahlen von Digg eine Differenz von $598,4 Millionen in der Bewertung. Digg selbst siedelt sich bei $7,5 pro Unique Visit an, aber auch da ergibt sich dann immernoch eine Differenz von $140,25 Mio und es ist ein enormer Unterschied ob Digg nun $9,75 Mio (7,5*1,3) wert ist oder $150 Mio.Da leider im Moment, die wenigsten Socialmedia-Start-Ups versuchen ein Geschäftsmodell zu Entwickeln, das nicht darauf hinaus läuft von den Großen gekauft zu werden, sind die Traffic-Zahlen natürlich das wichtigste Messinstrument bei der Bewertung dieser Unternehmen.The problem is that New Media is still thinking like Old Media — how big is the audience? I though this was supposed to be the end of mass media. What happened to community? It feels like 1999 all over again with online media — with the exception of search — failing to live up to the promise of measureability and accountability. I guess when your only business model is to get bought by an Old Media company, Old Media audience metrics matter a lot. Es ist zwar durchaus richtig, dass Aufmerksamkeit einen Wert besitzt und während man ein Video bei einem Videohoster sieht schaut man auch kein Fernsehen aber ob die $32 oder $7,5 wirklich bei jedem Start-Up refinanziert werden können, wage ich zu bezweifeln.Ein weiteres Problem bei dieser Entwicklung ist, dass wenn der einzelne Unique-User soviel Wert ist gibt es natürlich viele Unternehmen, die dies für sich ausnutzen wollen. Prinzipiell kann ich z.B. $12 in die User-Akquise stecken und immer noch $20 beim Exit verdienen. Das führt dann schlussendlich dazu, dass versucht wird z.B. das Nielsen Panel gezielt zu verzerren, indem man seine User zum Mitmachen animiert oder Alexa zu gamen (das ist leider noch viel einfacher). [...]