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Online-Wetten erfinden Off-Shoring neu

Noch bevor der US-Präsident George W. Bush ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet, welches Online-Sportwetten faktisch verbietet, versuchen europäische Wettanbieter ihre US-Ableger eilig loswerden. So gab jetzt die britsche Sportingbet Plc. die Trennung von ihren amerikanischen Aktivitäten bekannt. Der neue Eigentümer Jazette Enterprises sei extra für diesen Deal gegründet worden, so berichtet die „Financial Times“. Jazette residiert auf der Karibikinsel Antigua und musste laut „FT“-Angaben für die übernommenen Firmenteile nur die symbolische Summe von 1.000 US-Dollar zahlen. Nach Angaben des Blattes wird für heute von weiteren börsennotierten Wettanbietern in London erwartet, dass sie die Trennung von ihrem US-Geschäft ankündigen – oder den Vollzug melden.
Dass Sportingbet sein US-Geschäft nicht mehr selbst führen will, hat einen drastischen Grund: Sportingbet-Aufsichtsratschef Peter Dicks war vor kurzem bei der Einreise in die USA wegen Verstoßes gegen US-Glücksspielgesetze festgenommen worden, dasselbe war David Carruthers, dem Chef des britischen Wettanbieters Bet-on-Sports widerfahren.
Auch in Europa leben die Manager von Online-Wettanbietern gefährlich. So waren erst vor wenigen Tagen die beiden Vorstände Norbert Teufelberger und Manfred Bodner von Bwin (vormals Betandwin) von der französischen Polizei festgesetzt worden, als sie die neue Sponsorenvereinbarung mit dem Fußballclub AS Monaco vorstellen wollten – sie sind inzwischen gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Auch um entsprechende Sponsorenverträge mit dem TSV 1860 München hatte es juristisches Gerangel gegeben.

via Internet World

Online Poker und Online Wetten werden, nachdem sie einer ganzen Generation von jungen Nerds ihren Lebensunterhalt sicherte, jetzt neue Modelle und Konstrukte suchen, um das natürlich immer noch sehr lukrativer Geschäft weiter zu betreiben. Nachdem das Spielen in den USA dann ja auch für US-Bürger verboten wird, müssen sie kreativ werden. Ich erwarte in naher Zukunft:

– Ferienresidenzen als Zweitwohnsitze für US-Bürger auf Antigua oder anderen Off-Shores
– Personalisierte Treuhand-Gesellschaften, die das Geld der Spieler über drei Ecken verwalten, und die Spieler wiederum auf Zeitbasis einstellen, um EDV-Arbeiten für sie zu erledigen, also das Testen und die Qualitätssicherung eines Online-Poker-Programms.
– Peer-to-Peer-Anonymisierungs-Systeme wie Tor, um die Spieler nicht rückverfolgbar zu machen.
– Gemietete Satellitenverbindungen ausländischer Besitzer, damit man als Europäer spielen kann.

Helfen Sie mit! Welche kreativen Lösungen gibt es noch für die gebeutelte Glückspiel-Industrie? Wie kann man den unterdrückten US-Bürgern zu mehr Menschenrechten verhelfen?

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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