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Deutsche Verlage positionieren sich gegen Google

„Volltextsuche online“ – Deutschlands Verlage planen den Start einer eigenen Online-Buchsuche. Unter der Flagge des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels soll im Februar 2007 das Projekt „Volltextsuche online“ ins Netz gestellt werden (täglichkress vom 11. November 2005) . Dies berichtet die „Financial Times Deutschland“ (Mittwochsausgabe). „Wir haben schon die Zusage von über 40 Verlagen“, so Kurt Hammers, der das Projekt verantwortet. Mit der „Volltextsuche Online“ wollen die Verlage der umstrittenen Google-Buchsuche Paroli bieten. Google scannt seit Oktober 2005 auch in Deutschland Bücher ein.

via kress

Zuerst liest sich die Nachricht: „Deutsche Verlage gegen Google“ in einem ganz anderen Kontext. Und wenn man dann mal versteht, dass es sich um das vor Revenue-potential nur so strotzende Thema „Buchsuche“ geht, schlägt man die Augen schon wieder nieder.

Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Punkt, an dem sich deutsche Medien gegen Google positionieren können/sollen ein ganz anderer.

Wann starten deutsche Verlage endlich wieder den Kampf um ihre Anzeigenkunden?

Natürlich ist es leichter, TKP zu verkaufen. Natürlich ist es einfacher, sich mit wenigen großen Knden auseinanderzusetzen, als mit vielen kleinen. Aber die Schlacht, die die Verlage vor wenigen Jahren verloren haben – falls sie überhaupt mitbekommen haben, dass die neuen Textanzeigen ein trojanisches Pferd sind – ist die Schlacht um die „Kleinanzeigen“, wie Google sie erfunden hat.

Nachdem das auch die Haupteinnahmequelle von Google ist, bleibt die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, die gemeinsamen Kräfte auf ein Profit-Center zu setzen, als auf ein vermeintliches Prestige-Projekt. Was meinen Sie? Haben die Verlage den Kampf schon aufgegeben? Ist dieser Schritt nur ein Lendenschutz? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Deine Frage verstehe ich nicht ganz. Die Verlagsbranche ist nicht so homogen, wie du sie darstellst: Die Volltextsuche betrifft Buchverlage und Anzeigen die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Das sind zwei vollkommen getrennte Geschftszweige, die sicher bei manchen Verlagsgruppen (Bertelsmann oder Holtzbrinck) wirtschaftlich unter einem Dach sind, aber in der Regel ihr eigenes Geschft betreiben.

    Grundstzlich glaube ich, dass sich Verlage nicht vor Google verstecken knnen. Zum einen landen fast alle Inhalte (egal ob Nachrichten oder Anzeigen) in irgendeiner Form sowieso in Google. Zum anderen nutzen auch viele Verlage Google-Adsense, etc. um Geld zu verdienen.

    Ich glaube, dass mittelfristig ein Weg eher in Zusammenarbeit mit Google zu sehen ist. Langfristig helfen solche „Prestige-Projekte“ bei der Suche nach einem eigenen Weg.

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