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1 Million Dollar für ein besseres DVD-Empfehlungssystem

Chris Anderson (Autor von The Long Tail) hat in seinem Blog eine interessante Frage untersucht: Lohnt es sich für Netflix, eine Million Dollar für ein besseres Emfehlungssystem auszuloben?

Netflix ist, nach eigenen Angaben, der größte DVD-Verleiher der Welt. Zuerst wirf Chris also einen blick auf die Beschaffungskosten neuer DVDs.

DVD Beschaffungskosten

Irgendwie logisch – je älter ein Film, desto günstiger wird er.

Zufriedenheit mit DVDs

Gleichzeitig steigt aber auch die Zufriedenheit bei empfohlenen DVDs (die tendenziell ältere DVDs sind). Die Folie stammt aus einer Präsentation von Jim Bennet (netflix) auf der Recommenders06. Jede Säule steht für eine Quelle oder einen Kanal der Video_Auswahl des später geliehenen Videos. (NR steht für New Releases).

Offensichtlich sind Ausleihungen älterer DVDs ein klassischer Long-Tail-Markt, in dem eine hohe Vielfalt des Angebots einer hohen Anzahl an Find-Möglichkeiten gegenübersteht. Wenn nun also die größte Marge im Verleih alter DVDs liegt und Emfehlungen zu einer höheren Zufriedenheit des Kunden und dem wahrscheinlicheren Ausleihen einer älteren DVD führt, kann man (zumindest grafisch) darstellen, wann sich das Investment einer Million rentiert hat.

Auswirkungen

Der Preis geht an das Team, dass es schafft, die Empfehlungen um 10 % zu steigern. Also könnte die Marge (im Betrachtungszeitraum) des Empfehlungsverleihs bei ca 10 Mio. liegen. Das ist natürlich nur hergeleittet und hat keinen Anspruch auf Wahrheit.

via LongTail

Fazit: Empfehlungsmarketing und die Kehrseite – Beschwerdemanagement – haben ein so enormes Potential, dass inzwischen (sicher auch aus PR-Gründen) bedeutende Summen offen ausgeschrieben werden. Was bedeutet das für Deutschland? Auf einer vernünftigen Datenbasis können sich gerade im E-Commerce die Geschaäftsmodelle neu hebeln. Bedauerlicherweise ist das ein Bereich, der chronisch zu kurz kommt, weil die Neukunden-Akquise alles andere verdrängt, aber auf lange Sicht sieht der Focus vielleicht doch anders aus.

Was meine Sie? Sind CRM und Beschwerdemanagement für den deutschen E-Commerce ein relevantes Thema, das über die Strategiepapiere hinaus gut und solide umgesetzt wird? Oder hat der deutsche E-Commerce noch so viele andere Hausaufgaben zui erledigen, dass solche Themen eher auf der Luxus-Liste stehen? Diskutieren Sie mit!

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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