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Welche Konferenzen sollte ich als Junior-SEO, In-House, oder CMO besuchen?

Diese Frage wird mir öfters gestellt. Zum einen finde ich das toll, dass sich in der Online Marketing Branche so viele um ihre Weiterbildung kümmern, zum anderen frage ich mich aber auch, ob alle immer dieselbe Suppe vorgesetzt bekommen wollen.

Ich habe einen klaren Anspruch, was meine Weiterbildung angeht. Ich will
1. neue Themen entdecken
2. mein bestehendes Wissen vertiefen
3. Kontakte knüpfen, die mir bei a oder b weiter helfen

Je nach Job Description und Branchen-Erfahrung hat das sicher bei dem Ein- oder Anderen verschobene Schwerpunkte.

Aber zurück zur Frage. Was wäre meine Empfehlung?

Auch hier würde ich auf drei Säulen setzen:

1. neue Themen:

Dazu verlasse ich auch gerne das Land. Damit schlage ich nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe.
Zum einen entdecke ich neue Bereiche des Online-Marketing, zum anderen erweitere ich mein Kontakt-Netzwerk in andere Länder. So ist meine nächste Konferenz in der Richtung der Affiliate Summit in Las Vegas. Klar kann jetzt jeder SEO sagen,

„das ist doch was ganz anderes und hat mit mir nichts zu tun!“

Dem ersten Teil kann ich zustimmen und dem zweiten vehement widersprechen.

Vorab, ich war noch nicht da, mein Information beruhen auf dem Feedback anderer Teilnehmer.

Was ich dabei für Inhouse-Online Marketer sehr spannend finde ist die Tatsache, dass hier extrem viele „Schnellboote“ unterwegs sind, von denen man lernen kann. So gibt es z.B. den Meat Market, eine Art Speed Dating, dass ziemlich häufig so abläuft: „Ok, what can you offer?“, „Sorry, that’s not interesting for me, next!“

Diese klare Fokussierung darauf, so schnell wie möglich Leute zu treffe, die mit dem eigenen Themegebiet etwas zu tun haben und morgen eine konkrete Zusammenarbeit zu starten, ist mal was anderes als das unbestimmte Blabla, was man sonst oft hat.
Zum anderen ist diese Konferenz wohl der beste Ort um zu lernen, welche Bereiche im Online Marketing-Mix man noch nie auf dem Radar hatte, wie z.b. Plugins, Toolbars, Games, etc.

Und was soll nun z.B. ein Agentur SEO-Manager da?

Genau da sollten solche Leute hin. Weil SEO ja immer weniger eine Disziplin, sondern ein Bereich eines integrierten Systems oder einer rund-um Strategie ist, die man einem Kunden anbieten sollte. Und wer soll da den Lead übernehmen? Der, der die meisten Kanäle versteht.

Ich verspreche mir Horizont-Erweiterung pur.

Das nächste, was ich danach besuche ist die SXSW in Austin, aber das ist noch eine Stufe weiter vom Alltag der meisten Leute weg.

2. bestehendes Wissen vertiefen

Dazu gibt es für mich nur die SMX München. Und noch mehr seit ich das Programm 2014 gesehen habe.
Disclaimer, ich bin im Fachbeirat der SMX und deswegen natürlich nicht vollkommen objektiv.
In Kombinaion mit den Workshops davor der erste Termin, der für mich geblockt ist. Die Workshops sind vom Prinzip Ein-Tages-Seminare zu einem bestimmten Thema.

Wissen vertiefen geht natürlich auch bei 121 Watt, und das ist dann tatsächlich etwas anderes als eine Konferenz, sondern ein Thema, und ab in die Tiefe.

3. Kontakte knüpfen
Da bin ich ein Freund von regionalen ein- bis zweitägigen Geschichten wie dem Seo Day im Westen, der seokomm/omx Kombination im Süden (wobei ich da die letzten Jahre nicht war) und der m3/campixx im Norden. Warum regional? weil Kontakte, mit denen man sich kurz zum Mittagessen verabreden kann, besser sind, als die, die man nur einmal im Jahr sieht. Natürlich ziehen diese Konferenzen auch teilweise national Leute an, ich würde mich da aber auf die regionalen Kontakte konzentrieren.

Ist das alles? Da geht doch noch mehr!

In der Tat glaube ich, dass ein Aspekt in dem ganzen Thema zu kurz kommt. Und das ist neben der fachlichen die persönliche Weiterentwicklung. Als ich zum ersten Mal Personalverantwortung hatte, habe ich mir diese Frage gestellt: „Woher soll ich das können?“ Ich habe als Konsequenz dann eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht, was vielleicht für den einen oder anderen too much ist, aber der Punkt ist: Wir treten nicht auf der Stelle, und unsere Branche schon gar nicht.

Fachlich kann und muss man da einiges machen, persönlich Schwerpunkte finden und vertiefen, gleichzeitig den Überblick behalten, falls man in der Karriere mal mehrere Channels verantworten möchte. Und persönlich sich und seinen Brand stärken in der Wahrnehmung am Markt. Und dann persönlich seinem moralischen und professionellen Anspruch gerecht werden als (vielleicht mal) Chef.

Das ist eine ganze Menge. Da muss man doch was optimieren können. Wie macht ihr das?

Autor:

Pascal Fantou, Jahrgang 1972 ist Growth Hacker, Internet Marketer und Dad. Er bloggt seit 2006 auf q48.de

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